Ja, ich glaube bzw. hoffe auch, daß der Verstand nicht an der Schnittstelle zur Datenbank(krise) gegen eine geringe Gebühr abgehangen wird. Und finde den Vergleich mit der durch den Buchdruck einhergegangenen "Kulturrevolution" auch sehr gelungen.
Meiner Meinung nach ist das auch bitter nötig. Schon damals wurde es für unsere Hirnkapazität ziemlich eng, wollte man alles relevante (das ist ein anderes Thema ) Wissen für sich in der Kalotte behalten. Also war die Konservierung in Büchern nicht nur nett oder sinnvoll, sondern notwendig.
brokenbrain
Heutzutage brauchen wir uns also vor dem Schreckgespenst des ausgelagerten Gehirns nicht mehr zu fürchten, da sich alles Wissen sowieso nicht mehr in einer Person wird bündeln können.
Aber als Entschuldigung oder gar Ausrede ist mir das zu schal.
Daß das Streben nicht zum erwünschten Ziel führen kann, ist doch wohl gerade die Motivation dazu!
Von daher: Das Internet macht schon doof. Merken werden wir das, wenn unser Wirtschaftssystem mal ohne die Technobubbles wird auskommen müssen - und sei es nur, daß ein Kurier irgendwohin fahren muß und sich mit einer Karte zu orientieren hätte. Einer gedruckten. Im Westen geht die Sonne auf, im Norden ist ihr Mittagslauf ...
Sex. (Sorry, der googleschen Aufmerksamkeit geschuldet, der ich allerdings nichts schulde, geschweige denn deren Frontend seit Wochen mal begutachtet hätte. Ja hätte ich mal ...) Habe heute Lust, mal was zu erklären: Zählt doch mal die Anzahl der Blitze während der Belichtung des unteren Bildes.)
Viel interessanter jedoch ist dies:
Diese unsere völlig unbeachtete Plancksche Quantisiierung unseres analogen Lebens hin zum digitalisierten Quentchen. Ein Quantum Trost? Mitnichten!
Vernichtet. Unser Quentchen Hoffnung auf die genetisch angestammte Analogität unseres analogen Daseins.
An wen werden wohl die Algorithmen verkauft. Und zu wessen Wohl?
Und wer wird dabei verraten und verkauft?
Wer wohl?
Übrigens - es war kein Locher.
Interessanter ist es, so ab und an philosophierend im warmgeduschten Naß zu sitzen, sich die Faust an der Stirn zu reiben, sich des vermeintlich gesparten Geldes zu erfreuen, welches man nun nicht für ein Peelingprodukt ausgeben mußte - nur um die Peelingnebenprodukte zwischen den sensiblen Fingern zu weißen Notenkörpern zu rollen. Zu ganzen halben Noten. Nein. War aber so schön passend. Dies jedoch paßt auch. Es waren nämlich Viertelnoten. Passend zum Viertel. Mit frisch gebadeter Augenbraue als Notenhals.
Q30. Ich schätze, dass es ein Locher ist? Ja , Nein , Dicht dran
29.
Ich schätze, daß es ein Nussknacker ist? Nein. 28.
Besteht es aus Holz? Eher nicht. 27.
Ist es ein Werkzeug? Ja. 26.
Kann es gemessen werden? Irrelevant. 25.
Ich schätze, daß es ein Mixer ist? Nein. 24.
Macht man etwas damit? Ja. 23.
Ist es rund? Nein. 22.
Ist es ein synthetisches Material? Ja. 21.
Verwendet man es in der Öffentlichkeit? Eher nicht. 20.
Ich schätze, daß es eine Kaffeemühle ist? Nein. 19.
Dreht es sich? Ja. 18.
Bringt es Menschen Freude? Vielleicht. 17.
Ist es glänzend? Irrelevant. 16.
Hat es einen Griff? Ja. 15.
Wurde es schon vor über 100 Jahren verwendet? Vermutlich. 14.
Leuchtet es? Nein. 13.
Verwendet man es während der Arbeit? Manchmal. 12.
Würde man es verschenken? Ja. 11.
Hat es eine Wirkung auf Sie? Nein. 10.
Kann man es öffnen? Ja. 9.
Kann man damit Geräusche machen? Ja. 8.
Hält man es, wenn man es verwendet? Ja. 7.
Besteht es aus Metall? Teils. 6.
Hat es einen Schnabel? Nein. 5.
Besteht es aus Plastik? Teils. 4.
Passt es in einen Umschlag? Nein. 3.
Ist es flexibel? Nein. 2.
Ist es kleiner als ein Brotlaib? Ja. 1.
Es wird als etwas Anderes eingestuft.
Sie haben gewonnen Ist es eins von diesen... ein elektrischer Dosenöffner ein Hefter eine Küchenmaschine ein Engländer (Universalschraubenschlüssel) eine Videokamera ein Rasenmäher ein elektrischer Rasierapparat eine elektrische Zahnbürste ein Korkenzieher eine Computermaus ein Messer ein Locher ein Metalldetektor ein Schraubendreher ein Bohrer eine Knoblauchpresse
Woran ich heute dachte: Schraubgewinde E14 für die "kleinen" Glühbirnen, die sich diese Bezeichnung verbittenwürden.
Aber mit der entsprechenden Würde bitte ich nun die E27-er Normalo-Glühlampe um eine Erklärung, warum ihr Gewinde nicht einfach einen doppelten Außendurchmesser hat, also E28?
Das liegt doch eigentlich näher an der menschlichen Gemütsverfassung, vor allem, wo wir uns schon zu einer DIN durchgerungen haben?
Während sich unsere UrUrGroßVäter noch am Lagefeuer wärmten, ist uns nachgefolgter Generation schon aus feuerschutzrechtlichen Gründen das Lagerfeuern in der ÜberbevölkerungsZone untersagt.
Doch der Ersatz durch scheußliche LED-Beflackerungstiraden in Rot, Gelb und Blau ist nur ein großes Aushängeschild mit dem Inhalt: Bloß nicht hierhin. Wir sind OPEN. COFFEE, we are KIOSK.
Doch das sind alles nur Vorboten dessen, was gemacht werden wird, weil es gemacht werden kann.
Um sich zu gewöhnen brauchte es nicht viel. Um zu wohnen auch nicht.
Das Vergnügen des Herumwuselns und der Verbesserung der Mikroorganisation. Ach was, Femtoorganisation. Dieses Zettelchen entsorgt. Jenes Zettelchen in den Rechner abgetippt, weggetippt, aus dem Zettel, aus dem Sinn. Solls doch der Compuster holen! Gehirn abgegeben vor dem MenschMaschine-Interface.
Das Blätterrauschen. Das Sensorenrauschen. Das Grau. Die Turbulenz. Naßkalte Laubturbulenzen inmitten der Wolke. Ein Ort für die Massen. Anziehend. Massenanziehung.
Herbstgravitation an dem Ort, an dem die Massen die Einsamkeit fanden ...
Erde, noch der Luft und dem Wasser trotzend, gar Oberhand behaltend trotz des drängenden Dranges des blanken Eisens, die Vergänglichkeit zu beschleunigen und der Gravitation Genüge zu tun. Zu tun genug. Genügt ...
Ein Gleichgewicht ständigen Fließens. Ein Fluss. Ein Fluß. Ein dunkles helles Wasser.
Der Mensch hat es noch implementiert. Implantiert. Programmiert. In den Genen? Jenen Genen? Oder in der erzählten Überlieferung? Nein, es ist fundamental. Der Sommer geht zur Neige. Die Tage werden kürzer und unsere Chemie spult den Lebensrhythmus ab.
Wohlan! Jetzt ist die Zeit, die Vorräte für den Winter zu bereiten. Zuzubereiten.
Der Nussenschnaps ist bereitet. Vorrat für ein Jahr.
Nussenschnaps-Filterung
Bucheckern werden gesammelt;
die Maronen brauchen noch etwas.
juvenile Esskastanien
Die letzten Tomaten werden zu Ketchup verarbeitet und das letzte Estragon und Oregano sowie Salbei gleich mit.
Auch, wenn es eher klägliche Selbstversorgungsphantasien sind, es gibt ein wohliges Gefühl, eine positive Rückkopplung fürs Gemüt. So sei es.