Liebevoll werde ich kombibezangt die korrodierten Hähne drehen, auf daß das Wasser zum Bade sich ergieße.
Völlig sinnlos, aber meditierend werde ich das glatzköpfige Pflaster vom Moos befreien, Tête de Moine der Pflasterkunst gewissermaßen, jedoch ohne Gewissen, so es schlecht sein könnte. Holzsägen, kochen, nussenschnapsen, flammkuchen, knipsengraphieren, himmelblicken und sinnieren.
Dort führe ich uns hin, nehme Deine Hand und bleibe nicht stehen.
Die Viertelstunde Berühmtheit hat jedenfalls funktioniert. Glückwunsch. Andererseits, ich habe den Artikel nun gelesen - und?
Wen regt denn sowas noch auf angesichts des uns immer enger bedrängenden Zerfalls gesellschaftlicher Grundregeln? Ein Zerfall, der nicht im Radio oder der Glotze, sondern im unmittelbaren erlebbaren Umfeld geschieht?
Aber doch einfach zu reizvoll, so schön hommingberggepardenforellig.
Und ausgerechnet unser Bundesschäuble muß sich zu diesem Thema äußern, einfach zu köstlich. Hat der schonmal was von ionisierender Strahlung gehört? Von Röntgenstrahlung? Äh sorry, soll natürlich auf werbisch elektromagnetische Wellen heißen. Klingt so nett nach Urlaub. Es gibt ja auch 2 Techniken. Aber die Dual Röntgen Absorptiometrie (DXA) macht einfach geilere Bildchen.
Wir haben doch keine Zeit. Dafür 800km gereist, um etwas länger zu leben. Femtosekunden vielleicht? Die Bahnfahrt gewährte mir ein inzwischen einmaliges Erlebnis: Ein Spektrum Sonderheft lesen können. Der pure Luxus: sowohl monetär als auch chronometär. Zwischendurch mal eben an der Loreley vorbeigenebelt. Später dann 1 Minute auf des Hauses Treppe in der Sonne mit Schnappes, lichtdurchflutet. Andere glauben an Wellness. Samstagabend. Blick aus dem Fenster mit dem abgebrochenen lächerlichen, aber von lächerlicheren Versicherungen geforderten Häkelchen: die orangene Gaslaterne im Nebeldunst, aber auch der Mond in seinem Halo. Aber Hallo. Dauer: 10 Sekunden. Gespeichert, in den grauen oder weissen. Weise schon mal garnicht.
Da heute vom aktuellen Armutsbericht berichtet wurde, paßte der Beitrag in der Glotze heute (Tag7 - Gefundenes Fressen, Leben vom Abfall - Permalink leider nicht gefunden) unfreiwillig in den Rahmen. Oder freiwillig. Willig.
Die Idee ist wirklich klasse, die für uns Konsumenten unzumutbaren Produkte, die aus betriebswirtschaftlichen Gründen lieber weggeworfen werden, anstatt sie anderweitig zu verteilen oder zu lagern, selbst aufzusammeln.
Das wird jedoch nur noch solange funktionieren, wie es nur von Einzelnen betrieben wird. Also sollte man darüber eigentlich nichts schreiben, damit es nicht allzu publik wird.
Andererseits habe ich jetzt endlich den passenden Ausdruck (Containern) für die Tätigkeit der netten älteren Dame in Bilk gefunden, der ich auf dem Weg zu meiner altmodischen konservativen Arbeit und auch wieder zurück des öfteren (un)freiwillig beobachten durfte: sie containert. Allerdings in den wahrscheinlich weniger erklecklichen Containern der Privathaushalte, deren Wirkungsgrad sich auf Grund der neuen Armut (s.o.) wohl stetig abnehmen dürfte. Sie hat mir auch versprochen und es auch eingehalten, den
Abfallcontainer meines Arbeitgebers nach der Suche nach Verwertbarem
wieder zu schließen.
Interessante Aspekte des Fernsehbeitrages:
Die Binse der Produktion in Ländern, die die Nahrungsmittel selber bräuchten, sie aber exportieren, für Geld, um Geld zu verdienen, damit sie sich Nahrungsmittel kaufen können. Eine ziemlich absurde Ironie.
Die Funde und die dadurch verschobenen Lebenszyklen der routinemäßigen Containerer. Zu Ostern Weihnachtsprodukte vernaschen, im Sommer die Osterprodukte und als krönenden Abschluß der ganze Container voll mit Müsli, das weggeworfen wurde, weil die WM vorbei war und die Sammelbildchen nicht mehr in den Terminplan paßten.
Der äußerst interessante Aspekt, Zeit zu sparen. (Unternehmensberater: Aufhorchen jetzt.) Die Zeit, die man arbeiten müßte, um sich das Geld zu verdienen, mit dem man sich die Produkte kaufen könnte, dürfte größenordnungsmäßig über derjenigen liegen, die man fürs containern benötigt. Funktioniert aber nur, solange man eine Minderheit bleibt und die Anschaffung von Überwachungskameras samt personellen Aufwandes größer wäre als die eingesparten Entsorgungsgebühren auf Grund der geradezu seltsam wunderhaft zunehmenden Aufnahmevolumenkapazität der statischen Container.
Ein anderer Aspekt ist der, daß man damit einerseits "keinen Einfluß mehr auf den Markt" nimmt, aber andererseits dazu beiträgt (die Produkte wurden bereits weggeworfen), daß ein infinitesimaler Teil der Endprodukte, die unter Umständen einer exponentiellen Grundlage bedurft hatten, nicht nachproduziert werden müssen.
Es stört mich jedoch der Ökomuff unter den Talaren, der dem Thema und denjenigen, die es machen (Um nicht Aktivisten zu sagen), anlastet. Ja, is so. Und es stört mich, daß es mich stört. Is auch so. Denn in der heutigen Mediengesellschaft (Bla) spielt die hinter der Präsentation sich schamhaft verborgene Wahrheit leider keine Rolle mehr. Und unterhaltend ist das Thema ja nicht besonders.
Da habe ich aber nun wirklich lange genug drauf gewartet.
Und nun ist es endlich soweit, naja, fast, aber weils doch so schön ist:
Und kosts Benzin auch 3 Mark 10 ...
Das hat der Nostradamus schon damals seinen Kreideschichten im Jura gesteckt: "So Ihr Lieben, jetzt macht Ihr Eure Ablagerungen mal rar, damit Ihr auch pünktlich zur Urlaubssaison in NRW schön knapp seid." Und seine Knappen verknappten.
Viel Vergnügen!
(Bitte YouTube-Content vorstellen: Markus: Ich will Spaß)
mit dem Ergebnis, daß das Video zensiert ist. Naja, kennen wir ja schon ...
Aber der Hit war dann ja wohl, daß das gleiche (und, wie ich hoffe, auch dasselbe) Video auf der Startseite von YouTube als "Featured Video" an oberster Stelle stand. Hier der Beweis, wer schnell genug ist, wird es noch nachvollzogen haben können:
Na gut, dann brauche ich wohl doch keine so große Angst vor Schäuble und seinen Schergen zu haben, die bereits Massen-Hygieneanlagen in vorauseilendem "In dubio contra reo" vor dem antikritischen Schutzwall in Heiligendamm errichtet haben. Ich werde das besagte Video hier auch nicht einbinden, denn laut Kleingedrucktem ist ja derjenige, der das Angebot von YouTube nutzt, für Urheberrechtsverstöße verantwortlich. Wie gesagt; Forenbetreiber werden abgemahnt, YouTube ist unantastbar ...
Und ich muß mich immer weiter einschränken. Dieses verhaßte Argument der Allesesser "Ja, dann kannste ja bald gar nichts mehr essen (BSE, spanisches Gemüse, Surimi, was weißich, man mag einsetzen, was jeden Tag aufs neue veröffentlicht wird), also esse ich eben doch alles"
muß ich wohl bald gelten lassen, wenn ich überhaupt keine Wahl mehr habe.
Meine Märklin-Bahn werde ich aufheben. Meine Märklin Sprint-Bahn werde ich aufheben. Mein Märklin Metall werde ich aufheben.
Die Kinder sollen schließlich mit funktionierendem Spielzeug spielen. Mit "Dingen", die ihre Funktion ausüben können.
Recht rechtschaffen, unser Recht. Auch wenn es kein Recht schafft, ist man recht geschafft. Gerecht, gerächt. Ist es gleichwahr? Oder gleich wahr? Gerechtigkeit. Wieder eine dieser -igkeiten. So ists recht!