Während sich unsere UrUrGroßVäter noch am Lagefeuer wärmten, ist uns nachgefolgter Generation schon aus feuerschutzrechtlichen Gründen das Lagerfeuern in der ÜberbevölkerungsZone untersagt.
Doch der Ersatz durch scheußliche LED-Beflackerungstiraden in Rot, Gelb und Blau ist nur ein großes Aushängeschild mit dem Inhalt: Bloß nicht hierhin. Wir sind OPEN. COFFEE, we are KIOSK.
Doch das sind alles nur Vorboten dessen, was gemacht werden wird, weil es gemacht werden kann.
Beim straßenbahnunterstützten Fahren durch den (falschen/richtigen) Film, durchblickend. Durchblickend durch das Fenster der Straßenbahn bahnt sich der Anblick der Straße.
In der Eckenpommesbude sieht man den Mann mit steil und hochkant angesetzter Flasche. Fahrradfahrer fahren. Köterbegleiter begleiten. Kühle Klamottenträger tragen wärmende Klamotten. Gemalt hätten sie alle gegrinst. In Wimmelbildern sind alle glücklich. Glückliche Kleinkriminelle, glückliche Bänker, glückliche von Bankberatern betrogene und dergleichen mehr.
Und dann DAS:
Ich rufe es als Kunst aus.
Käuflich.
Nicht das Objekt. Nicht das Handwerk. Das Können. Das handwerkliche Können ...
... des dazu Geschichten, Gedichten -erfindens.
Handwerkliches Können ist Handwerk. Können ist Kunst? Kunst kommt von Können?
Erklären können?
Kunst erklären?
Der Mund des Künstlers als Klärwerk des Werkes. Des Kunst-Werkes.
In dieser Photographie erschließt sich das Gesamtwerk des künstlerischen Könnens. Die schemenhafte Abbildung des geraden Blickes nach vorne, der ungewollt, aber akzeptiert unwillkürlich wieder nach hinten geworfen wird, zeigt nur die Symbolstärke des Sujets.
Nach hinten geworfen - im positivistischen Sinn, da der Blick ungetrübt durch unchlorophyllende Blätter geführt wird und das nackte Skelett des Baumes als Symbol des intellektuellen schönen Schauders, des Baumes als ein Symbol der menschlichen Entwicklung, des menschlichen Menschlichwerdens direkt Ausdruck findet.
Gleichwohl werden wir mit der direkt vor unser aller Augen liegenden Realität konfrontiert. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Glasfront, erklärbar gemacht durch die vergeblichen ewigkeitsverbindlichen Plakatierungsversuche sichtbar gewordene Realität. Die Plakate sind nicht real, nicht mehr vorhanden. Nur die eingerissenen Ecken deuten ihre ehemalige materielle Existenz an und rahmen sie ein, als wollten sie ihren vergänglichen Glanz konservieren. So sind Existenzen, vor allem die menschlich gemeinten. Abgerissen, notdürftig mit der glatten Eisfläche der Existenz verklebt, jedoch letztendlich ohne Haftung.
Einer Realität verhaftet, die sich der Haftung als unwürdig erweisen würde. Der Würde verhaftet, verschwimmt sie, taucht unter in den wirklichkeitsverheißenden Andeutungen der übriggebliebenen Fetzen.
Durch das Glas blicken können wir, doch erkennen können ist etwas, das wir nicht erkennen können. Das Glas läßt uns symbolisch hindurchblicken. Doch durchblicken ist nur dem Künstler gestattet. Und der bin ich.
Ich frage mich jedesmal, wer wohl die Menschen hinter den Schlüsselkratzspuren sind und vor allem: wie sähe mein Schlüsselbild aus?
Ein gleichmäßiges Orbital, erzeugt durch Herrn Gaußschens Glocke? Soviele Schlüssel sind es eigentlich nicht, aber für ein Edelgas würde es schon reichen.
Oder klassische Bahnen, geprägt durch die immer gleiche Handhabung des immer gleichen Schlüsselbundes, der scharf abgegrenzte Bahnen zeichnet. Ein Plancksches Schlüsselquantum gewissermaßen.
Gab es seltsamerweise im Elsaß. So wirklich im Norden Frankreichs liegt das zwar nicht, aber die Vorurteile der Innerfranzosen sorgen dort wahrscheinlich auch dafür, daß dieser Suff in demselben Regal steht, in dem eben auch belgisches Bier aller verbraubaren Zelluloseartikel feilgeboten ward.
Wie ist der Film denn so für unflüssige Frankreichkenntnisse? Hat das mit der Transskription ins Deutsche funktioniert? War schon wer drin? Hat es jemandem gefallen?
Da lese ich spätzündenderweise die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär - und sehe die Zeichen! Was ist der zamonische Mahlstrom anderes als ein schwarzes Loch? Ein Dimensionsloch?
Und das Gennf! Gibt es das bald auch in Genf?
Endlich weiß die Physik, wo die Zeit hinfließt - und nicht nur das: auch, wo und von wem sie gefressen wird: Zeitschnecken. Wo sollte sie auch hin, die Zeit?
Eigentlich ist das nur ein Artikel für das Befreiphone. Was soll der Scheiß? Ich will das Ding haben, aber nicht für irgendeinen SEO-Lügenbetrug, sondern für den nachweislich letzten Platz im Google-Ranking. DAS soll mir erstmal einer nachmachen.
Diese Kategorie heißt "Wahrgenommenes". Wahrlich. Für Wahr genommen? Das kann ich nicht annehmen.
Nicht nur mein Unbehagen, als potentieller Interessent an amerikanischer Kultur wie ein Verbrecher behandelt zu werden, was mich unschuldig zu Verzicht zwingt, sondern auch die Dreistigkeit eines volatilen Systems gibt zu denken.
Ja, volatil.
So volatil wie kleine Magnetfeldchen, auf die sie es abgesehen haben.
Manchmal sitzt eben ein rosa Schwein auf dem Wäscheständer und häkelt.
und dann kommt die Flut.
Da meine Dose schon wieder sehr seltsame Ausfallerscheinungen zeitigt, dies nur in Kurzform: In Zeitabständen von gleich bis 10 Minuten (oder länger) friert der Bildschirm ein oder die Dose bootet. Immerhin läßt sich das Ding irgendwie wieder starten. Wenigstens hatte ich heute mal ne Fehlermeldung, die auf nv4_disp.dll hinwies. Muß ich etwa einen Grafikkartentreiber für meine GeForce4 8x Ti4200 neu installieren? Man soll den alten vor der Neuinstallation erstmal vollkommen rauswerfen. Ja, wie? Und wenn das geklappt haben sollte (wie geht das?) und dann die Dose wieder abschmiert? Wie bekomme ich den Kram wieder zum Laufen? Erkennt die Dose das bzw. ist der abgesicherte Modus einer ohne Grafikkartenkonsum? Und klappt das überhaupt mit einer Neuinstallation? (speicher) Ich bin nämlich die Geduld in Person, habe mir die bislang teuerste Aldidose aller Zeiten (die hat mal 1300 gekostet) gekauft und in Kauf genommen, daß sich Windows mehr mit sich selbst als mit Anwendungsprogrammen beschäftigt. Wenn ich zwischen Programmen umklicke, wird erstmal die Mechanik der Festplatte verschlissen. Ich will aber nicht meckern. Ich will und kann eben nicht wegen jedem Scheiß gleich Windows neu installieren. Und so gesehen hat die Dose eigentlich ziemlich lange durchgehalten. So 4 Jahre oder so?! (speicher)
Morgen, morgen bring ich sie um, sagte einst Loriots Marketingmanager. Bald, bald bin ich reif für den iMac. So ist das im Leben mit uns Ameisen: Endlich sind uns Flügel gewachsen, um den Horizont erweitern zu können, also: Gebraucht Eure Flügel!
Dafür endlich den alten Legokoffer gefunden. Hach, was für schöne Fundstücke! Z.B. das Bauanleitungswerbebuch, bei dem man die Kinder hinter dem verregneten Fenster sitzen sieht, an das ich immer beim Ally Mc Beal-Vorspann denken mußte. Dann die alten Spezialteile: Lichtbausteine! Zäune! Fenster und Türen! Zahnräder!
Ich werde mein gesamtes Vermögen in das Vermögen investieren, aus Standardlegobausteinen ein bewohnbares Haus zu bauen. Nur bei der Statik der Decken habe ich da Sorgen.
Und dann war da noch heute der Tränendrüsenfilm um 15:00 Uhr im Bambi. Meine Güte, was habe ich mich meiner Tränen erfreut.
Beinahe hätte ich das kleine Bäumchen an der Haltestelle Morsestraße heute im Aufwind gefilmt. Beinahe.
Ich war bei. Ich war nahe.
Hätte ich mal, dann müßte ich nicht so verquast beschreiben, wie die bibepflockte Festverspannung, die verdrillt den Baum zum senkrechten Wuchs drillen soll, quasi vom Winde verweht wurde und so aussah, als hätte dieses Bäumchen Ärmchen, die ihn zwischen zwei Pflöcken fröhlich und wettentspannt hin- und herschaukeln möchten. Es nicht nur möchten, sondern taten. Diese Taten auf Zelluloid zu bannen, ja hätte ich mal. Stattdessen etwas völlig anderes. Aber auch schön.
Ich stelle fest, daß ich mich zunehmend nicht mehr aufrege.
Berlusconi? Selbst schuld. Erwin? Jede Stadt bekommt die Betonklötze, die sie verdient.
Krankenkassen? Gesundheitsfonds? Bayern, Baden-Württemberg und Berlin dürfen weiter prassen auf Kosten der anderen Kassen? Wundert das noch? Und noch besser: Geht eine Krankenkasse pleite, finanziert in Kürze auch das der Krankenkassenbeitragszahler - auch wenn er in einer völlig anderen Kasse versichert ist: "Gesetz zur Herstellung der Insolvenzfähigkeit aller Krankenkassen".
Ein schöner Titel. Laßt es doch einfach bleiben mit dem Gesetz, dann bleiben Krankenkassen per se nicht Insolvenzfähig.
Gleichgültig?
Oder gleich gültig?
Nach dem Tagwerk ein sehr schönes Fanvideo. Vielleicht gibt es ja sowas: sozusagen der virtuelle Gegenpart zum Fanzine. Ich wünsche Freude beim Anschauen.
Und blendet die zweite Ebene ein. Bei massenhaftem 40W-Kerzenbirnenlicht, bei dessen Multiplizierung der Brennquellen sich die wahrgenommene Helligkeit nicht verändert, wirkt das Fixieren der von eigener Hand symmetrisch oder asymmetrisch fixierten grünen Duplosteinen auf der grünen Grundplatte hypnotisierend. Überhaupt: Die Symmetrie.
Verwundert bin ich über die genau senkrecht zu den Wachstumsringen des Baumes im Messerholzgriff verlaufenden Spannungsrisse. Dabei müßte das Holz doch genau in dieser Richtung am reißfestesten sein? Oder hängt das mit dem dilettantisch hineingebohrten Aufhängevorrichtungsloch mit der ausgefransten Entgratung zusammen? Und der Holzgriff des Nebenmessers offenbart Versorgungskanäle parallel zur Faserrichtung. Lebende Steine, Sukkulenten lächeln mir zu. Diese Fleischigkeit von kompaktem Knubbeltum, ähnlich wie die genau passenden Proportionen, wenn das Spielzeugauto einem kingkongeske Kräfte zu verleihen schien.
Somit dürfte jeder Dusseldorfer 2.000.000.000 : 577 505 = 3463,17 € bezahlen. Das kommt dann zur Verschuldung eines jeden Deutschen von 17.975 € hinzu.
Man könnte natürlich auch jeden Einzelnen der 2.000 überflüssigen Mitarbeiter zu Günther Jauch schicken und ausnahmslos jeden die Million gewinnen lassen. Diese gewonnene Million müßte anschließend der West LB zurückgezahlt werden. Die Sendung erscheint 2x in der Woche, also könnten wir 2.000.000 € pro Woche abbauen - das würde dann nur 19,2 Jahre dauern.
Meinen Dank an den Rechenkünstler Matz fürs Nachrechnen meiner hanebüchenen Ursprungsberechnung ,-)
Da gibt es bestimmt Zusammenhänge. Eines der vielen zu tuns.
Heute früh, während ich so im Regen stand, beobachtete ich die Regentropfen auf meinem Regenschirm. Und erinnerte mich an das Aussehen der großen Kartoffelscheibe im halbtransparenten blaugefärbten (Pantone etwa?) Behältnis. Sie sah aus wie eine Orangenscheibe, da auf Grund der rundlichen Wand der Kartoffelsalataufbewahrungsplastikdose nur der Kartoffelscheibenrand direkten Kontakt zum Plastik hatte und damit andere Lichtbrechungseigenschaften. Auch die Regenschirmtropfen erinnerten bisweilen an nicht vorhandene Kerne.
Und ein Wochenendgespräch ließ mich mal nach to rococo rot schauen und - siehe da - förderte ein schönes Video mit schöner Musike zu Tage, das wunderbar zu dem Buch von Thompson paßt. Irgendwie alles sehr stimmig, alles zusammen.
Letztens öfter in den Himmel geschaut. Zur Relativierung meiner Befürchtungen.
Wolken sind schön. Wenn die Streifen, die leichten, die oben in der Kälte klirren, so unter den leichten Cirren flirren.
Ist Quatsch, richtig wäre Cumulus, weil sichs reimen m soll ...
Verschwörungsgläubige hätten da Zusammenhänge erkennen können, wenn ich nicht gestern beim Aufschreiben irgendeinen Tabschließ-Shortcut oder sonstwas ausgelöst hätte, das mir Plone wegeliminiert hatte.
Deshalb - save - speichere - save ich - save - jetzt alle 5 Minu - - .
Einer der Zufälle, die ich gestern besser, da wohlgelaunt, ausgedrückt hatte (Ausdrücken in Zusammenhang mit Tastendrückerei, auch mal nett):
Die hier, die mir ein Freund empfohlen hatte und bei denen ich ohne weiter darauf zu achten genau das passende auswählte: "Du siehst hoch, Du siehst 'Wolken'"